Die Eröffnung ist nicht das Ende, sondern der Beginn der Frist. Danach folgt eine Phase unter Obliegenheiten: Der pfändbare Teil des Einkommens geht an die Gläubiger, eine Arbeit ist auszuüben oder zu suchen, und Änderungen sind mitzuteilen. Diese Phase dauert heute drei Jahre.
Drei Jahre unter Obliegenheiten
Nach der Eröffnung folgt eine Phase mit Pflichten: eine Erwerbstätigkeit ausüben oder suchen, Änderungen mitteilen, den pfändbaren Teil des Einkommens abführen. Sie dauert heute drei Jahre.
✓ Geprüft: 15.8.2026
WAS ZU TUN
› Details und Tipps
Drei Jahre wirken nur am Anfang endlos. Ich habe eine monatliche Erinnerung für die Nachweise gesetzt — danach war es Routine, über die man nicht mehr nachdenkt.
Melden Sie einen Arbeitswechsel im selben Monat. Verzögerung sieht nach Verschweigen aus, auch wenn nichts verschwiegen wurde, und die Erklärung kostet später mehr.
HÄUFIGE FRAGEN
Wie lange dauert das Verfahren heute? ▾
Die Restschuldbefreiung tritt im Regelfall drei Jahre nach Eröffnung des Verfahrens ein. Früher waren es sechs Jahre, und viele ältere Texte im Netz nennen diese Zahl noch — maßgeblich ist die geltende Fassung.
Wie viel Geld bleibt zum Leben? ▾
Das Existenzminimum ist geschützt und nicht pfändbar; seine Höhe hängt vom Einkommen und der Zahl der Unterhaltsberechtigten ab. Abgeführt wird nur der Teil oberhalb der geschützten Grenze, berechnet nach der amtlichen Tabelle.
Darf man arbeiten und mehr verdienen? ▾
Man darf nicht nur, man muss: Die Pflicht zur Erwerbstätigkeit oder zu nachweisbaren Bemühungen gehört zu den Obliegenheiten. Mehrverdienst fließt teilweise an die Gläubiger, doch Arbeitsverweigerung gefährdet die Restschuldbefreiung selbst.
Was passiert bei einem Verstoß? ▾
Die Restschuldbefreiung kann bei Verletzung der Obliegenheiten versagt werden, etwa beim Verschweigen von Einkünften oder bei Arbeitsverweigerung. Deshalb sollten Änderungen sofort und von sich aus gemeldet werden, statt auf Entdeckung zu warten.