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ROUTE

Wohnberechtigungsschein

Mieten 30–50 Prozent unter Markt für alle unter der Einkommensgrenze — und das sind mehr, als man denkt. Anspruch, Antrag und die Suche.

✓ Geprüft: 15.8.2026

Der Wohnberechtigungsschein ist der Nachweis über den Anspruch auf geförderten Wohnraum, dessen Miete 30–50 Prozent unter dem Markt liegt. Der Hauptgrund, warum ihn gerade die Berechtigten nicht beantragen: Sie sortieren sich selbst aus, weil sie glauben, zu viel zu verdienen. In Berlin liegt fast die Hälfte der Haushalte unter der Grenze, und die Landesgrenzen liegen deutlich über der Bundesbasis.

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    SCHRITT

    WBS: Wer Anspruch auf geförderte Wohnungen hat

    Der Wohnberechtigungsschein öffnet Wohnungen 30–50 Prozent unter Markt. Die Einkommensgrenzen sind höher als gedacht: In Berlin qualifiziert sich fast die Hälfte.

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    SCHRITT

    Beantragen und einsetzen

    Der Antrag läuft übers Wohnungsamt: Einkommen aller Haushaltsmitglieder, 2–6 Wochen Wartezeit, ein Jahr gültig. Danach: die Jagd auf WBS-Wohnungen.

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    SCHRITT

    WBS: Wo die Wohnung finden

    Der Schein wirkt nur mit den richtigen Suchorten: städtische Wohnungsgesellschaften, Genossenschaften und der WBS-Filter der Portale. Plus die Tempo-Regel.

KOSTEN UND FRISTEN

Wofür auf dieser Route gezahlt wird

  • WBSmeist 5–20 €

Die Beträge folgen den amtlichen Gebühren zum Prüfdatum des jeweiligen Schritts. In Ihrer Stadt kann der Satz abweichen — Details im Schritt selbst.

Mehr über diese Route

Gerechnet wird dabei anders, als die meisten annehmen. Maßgeblich ist die Einkommensprognose für 12 Monate ab Antragstellung, nicht das Vorjahr: Jobwechsel oder Elternzeit zählen sofort. Vom Brutto gehen Pauschalen von 10 Prozent und mehr, Beiträge und Kinderfreibeträge ab. Kinder und Schwerbehinderung heben die Grenze, und mehrere Länder vergeben den WBS sogar mit Überschreitung von 5 bis 60 Prozent.

Das Dokument selbst kostet meist 5–20 €, wird beim Wohnungsamt in zwei bis sechs Wochen ausgestellt, gilt ein Jahr und nennt die zulässige Wohnungsgröße. Es ist allerdings die Eintrittskarte, nicht der Schlüssel: Gesucht wird weiterhin selbst — nur ist die Konkurrenz in diesem Segment um ein Vielfaches kleiner.

BENÖTIGTE UNTERLAGEN

Alle möglichen Dokumente für diese Route

WO AM HÄUFIGSTEN GELD UND ZEIT VERLOREN GEHEN

HÄUFIGE FRAGEN ZUR ROUTE

Wie lange dauert die ganze Route — vom Antrag bis zur Wohnung?

Der WBS selbst kommt in zwei bis sechs Wochen, danach beginnt die Suche, die Wochen bis Monate dauert. Beschleunigen lässt sich vor allem eines: sich noch am ersten Abend direkt bei den städtischen Wohnungsgesellschaften registrieren und bei Genossenschaften anmelden. Der Schein gilt ein Jahr und wird mit demselben Paket verlängert.

Ich suche bereits eine Wohnung — lohnt der Antrag jetzt noch?

Ja, und zwar parallel zur Suche statt danach. Die Bearbeitung läuft, während Sie Anzeigen sichten, und mit dem fertigen Schein öffnet sich ein Segment, in dem sich eine Handvoll Bewerber um eine Wohnung bemüht statt fünfzig.

Was bringt das konkret an Ersparnis?

Mieten im geförderten Bestand liegen 30–50 Prozent unter dem Markt — in Großstädten sind das mehrere hundert Euro im Monat. Der Schein selbst kostet meist 5–20 € und ist damit schon im ersten Wohnmonat wieder drin.

Sind WBS und Wohngeld dasselbe?

Nein, das sind zwei verschiedene Instrumente, die einander nicht ausschließen. Der WBS öffnet den Zugang zu günstigem Wohnraum — er entscheidet, welche Wohnung Sie überhaupt mieten dürfen. Wohngeld ist ein monatlicher staatlicher Zuschuss zur Miete. Beides zu prüfen lohnt sich.

WAS MEISTENS ALS NÄCHSTES KOMMT

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