Was und wann
Zwei Fachleute, die Sie vor der Geburt finden müssen: Hebamme und Kinderarzt. Beide sind Mangelware — und die meisten Eltern kommen zu spät.
Eine Hebamme ist gesetzlich verpflichtet, die Wochenbettnachsorge in den ersten 8–12 Wochen zu übernehmen. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten vollständig.
Der Kinderarzt nimmt das Kind zur ersten U2-Untersuchung schon am 3.–10. Lebenstag auf.
Was Sie tun müssen
Hebamme — direkt nach dem positiven Test:
Suchen Sie auf hebammen.de, geben Sie Ihre PLZ ein. Schreiben Sie mehrere Hebammen gleichzeitig an — kurz, mit dem errechneten Termin:
„Ich suche eine Hebamme für die Wochenbettbetreuung. Mein voraussichtlicher Geburtstermin ist [Datum]. Haben Sie noch Kapazitäten?”
Fragen Sie Ihren Frauenarzt — er hat meist persönliche Kontakte. Treten Sie lokalen Elterngruppen bei: dort werden oft aktuelle Hebammen-Kontakte geteilt.
Krankenhaus — bis zur 20. SSW:
Wählen Sie ein Krankenhaus oder Geburtshaus und machen Sie die Kreißsaal-Anmeldung. Viele Kliniken bieten einen „Tag der offenen Tür” an.
Kinderarzt — 2–3 Monate vor dem ET:
Suchen Sie im Umkreis von 2–3 km. Telefonieren Sie, schreiben Sie nicht:
„Wir erwarten im [Monat] unser Kind und suchen einen Kinderarzt. Nehmen Sie neue Patienten an?”
Unsere Hebamme haben wir über eine lokale Elterngruppe gefunden — innerhalb von 2 Stunden vier Kontakte erhalten, die auf keinem Portal standen. Netzwerke funktionieren besser als offizielle Listen.
Für die Kreißsaal-Anmeldung: Tag der offenen Tür besuchen. Man kann den Kreißsaal besichtigen, mit Hebammen sprechen und sich sofort anmelden. Bei uns ging das in 5 Minuten.