Der Fall endet mit einem Bescheid, und der entscheidet über das Geld: Anerkennung und Höhe der Minderung der Erwerbsfähigkeit. Für den Widerspruch bleibt ein Monat, und diese Frist wirkt so streng wie alle anderen im deutschen System.
Der Bescheid und wie man widerspricht
Der Träger entscheidet, ob der Fall als Arbeitsunfall anerkannt wird und wie hoch die Minderung der Erwerbsfähigkeit ist. Für den Widerspruch bleibt ein Monat.
✓ Geprüft: 1.8.2026
WAS ZU TUN
Berufsgenossenschaft (gesetzliche Unfallversicherung)
Öffentlich-rechtliche KörperschaftWelche BG zuständig ist, hängt von der Branche ab — ermitteln über das Portal der DGUV.
› Details und Tipps
Im Bescheid stand eine niedrigere Minderung, als das ärztliche Gutachten hergab. Der Widerspruch mit genau diesem Gutachten hat die Bewertung geändert.
Notieren Sie das Zugangsdatum des Bescheids sofort. Der Monat läuft ab diesem Tag, nicht ab dem Datum auf dem Schreiben.
HÄUFIGE FRAGEN
Worüber entscheidet der Träger? ▾
Über zwei Fragen: ob der Fall als Arbeitsunfall anerkannt wird und wie hoch die Minderung der Erwerbsfähigkeit bei bleibenden Folgen ausfällt. Von der zweiten hängt unmittelbar ab, ob und in welcher Höhe eine Rente gezahlt wird.
Wie lange läuft die Widerspruchsfrist? ▾
In der Regel ein Monat ab Zugang des Bescheids. Die Frist steht in der Rechtsbehelfsbelehrung, und ihr Ablauf schließt den normalen Rechtsweg — deshalb gehört das Zugangsdatum festgehalten.
Braucht man für den Widerspruch einen Anwalt? ▾
Nicht zwingend, der Widerspruch ist formlos und schriftlich möglich. Beim Streit über die Minderung der Erwerbsfähigkeit oder den Ursachenzusammenhang erhöht fachliche Hilfe die Chancen deutlich, weil um Gutachten gestritten wird.
Was, wenn sich Folgen erst später zeigen? ▾
Eine Verschlimmerung kann auch nach dem Bescheid geltend gemacht werden: Bei Änderung der Verhältnisse ist eine Neufeststellung vorgesehen. Dafür braucht es medizinische Unterlagen zum Verlauf, weshalb die Behandlung durchgehend dokumentiert gehört.